Dennoch wird ein Aspekt oft unterschätzt: die Kalibrierung. Ein Drehmomentschlüssel ist nur so zuverlässig wie seine letzte Überprüfung.
Warum Kalibrierung unerlässlich ist
Ein Drehmomentschlüssel ist ein Messgerät. Durch intensiven Gebrauch, Verschleiß oder unsachgemäße Lagerung kann die Genauigkeit allmählich nachlassen.
Das hat unmittelbare Folgen:
- Zu hohe Anzugsmomente können Schrauben oder Gewinde beschädigen.
- Zu niedrige Drehmomente führen zu lockeren Verbindungen und Vibrationsproblemen.
- Verlust der Zuverlässigkeit bei kritischen Verbindungen, beispielsweise in Turbinen, Rohrleitungen oder Pumpen.
Durch die Kalibrierung wird sichergestellt, dass der Drehmomentschlüssel innerhalb der festgelegten Toleranzen arbeitet – dies ist für die Sicherheit, die Leistung und die Einhaltung von Qualitätsstandards von entscheidender Bedeutung.
Was genau unter Kalibrierung zu verstehen ist
Die Kalibrierung ist der Vorgang, bei dem der Drehmomentschlüssel mit einem Referenzstandard (einem kalibrierten Prüfgerät) verglichen wird, um Abweichungen zu messen. Bei der Kalibrierung wird überprüft, ob das angezeigte Drehmoment mit dem tatsächlichen Drehmoment übereinstimmt.
Falls erforderlich, wird der Schlüssel justiert, und es wird ein Kalibrierungszertifikat ausgestellt, das belegt, dass das Werkzeug der geforderten Norm (z. B. ISO 6789) entspricht.
Die Risiken von nicht kalibrierten Drehmomentschlüsseln
- Ausfallkosten: Fehler bei den Verbindungen führen zu kostspieligen Reparaturarbeiten oder Betriebsausfällen.
- Sicherheitsrisiken: Überlastete Schrauben können unerwartet brechen.
- Auditprobleme: Projekte ohne nachweisbare Kalibrierungshistorie erfüllen weder Qualitäts- noch Sicherheitsstandards.
- Rufschädigung: Fehler in den Montageprozessen können die Zuverlässigkeit des Endprodukts untergraben.
Wie oft muss man kalibrieren?
Die Häufigkeit hängt ab von:
- Verwendung: Je häufiger der Schlüssel verwendet wird, desto schneller tritt Verschleiß auf.
- Belastung: Bei starker industrieller Nutzung sind kürzere Kalibrierungsintervalle erforderlich.
- Umgebungsbedingungen: Temperaturschwankungen oder Verschmutzungen können die Messgenauigkeit beeinträchtigen.
Als Richtlinie gilt:
„Überprüfen und kalibrieren Sie das Gerät mindestens einmal pro Jahr oder alle 5.000 Anwendungen.“ Bei kritischen Anwendungen (wie Offshore- oder Energieanlagen) empfehlen viele Unternehmen jedoch eine halbjährliche Kalibrierung.
Wie Archey seine Kunden unterstützt
Archey bietet nicht nur hochwertige Drehmomentschlüssel, sondern auch ein umfassendes Kalibrierungs- und Wartungsprogramm:
- Kalibrierte Drehmomentschlüssel werden mit Zertifikat geliefert.
- Kalibrierungsservice gemäß internationalen Normen (ISO 6789).
- Empfehlungen zu den richtigen Drehmomenteinstellungen für die jeweilige Anwendung.
- Schulungen und Wissensaustausch zum sicheren und präzisen Umgang mit Drehmomentschlüsseln.
Fazit
Ein Drehmomentschlüssel ist kein gewöhnliches Werkzeug, sondern ein Präzisionsinstrument. Ohne regelmäßige Kalibrierung nimmt die Zuverlässigkeit unmerklich ab – mit allen damit verbundenen Folgen.Durch die Investition in kalibrierte Werkzeuge und regelmäßige Kontrollen vermeiden Sie Ausfallkosten, erhöhen die Sicherheit und gewährleisten Qualität in jeder Phase des Prozesses. Mit Archey als Partner entscheiden Sie sich für Präzision, Sicherheit und Fachkompetenz – auf den Newtonmeter genau.

