Maschinensicherheit beschränkt sich nicht nur auf Cybersicherheit: Schützen Sie auch den physischen Zugang
Moderne Maschinen sind zunehmend mit Unternehmensnetzwerken, Cloud-Umgebungen und externen Systemen verbunden. Dadurch wächst nicht nur die Zahl der Möglichkeiten, sondern auch das Risiko von Manipulationen und unbefugtem Zugriff.

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Die neue europäische Maschinenrichtlinie legt daher besonderen Wert auf die digitale Sicherheit. Doch selbst die beste Softwaresicherheit verliert einen Teil ihres Wertes, wenn jemand eine Maschinenabdeckung, einen Schaltschrank oder ein Bedienfeld einfach öffnen kann.
Eine sichere Maschine muss daher nicht nur digital, sondern auch mechanisch geschützt werden.
Was passiert, wenn jemand physischen Zugriff auf kritische Komponenten erhält?
Ein Angreifer oder ein unbefugter Mitarbeiter muss nicht immer über ein Netzwerk eindringen. Manchmal reicht es aus, eine Abdeckung abzuschrauben, einen Schaltschrank zu öffnen oder Zugang zu einer SPS, einem Sensor oder einem Bedienfeld zu erhalten.
Daher sollte im Rahmen der Risikoanalyse auch der physische Zugang zu Maschinen berücksichtigt werden. Nicht als Ersatz für Cybersicherheit, Zugangskontrolle oder organisatorische Maßnahmen, sondern als zusätzliche Sicherheitsebene.
Warum eine Standardschraube nicht immer ausreicht
Eine gewöhnliche Torx- oder Innensechskantschraube lässt sich mit handelsüblichem Werkzeug entfernen. Selbst Bits für viele gängige Sicherheitsschrauben sind heutzutage problemlos online oder in kompletten Bitsätzen erhältlich.
Bei einer normalen Montageverbindung ist das kein Problem. Bei einer Maschinenschutzvorrichtung, einem Schaltschrank oder einem Wartungspaneel, für die ein kontrollierter Zugang erforderlich ist, kann dies jedoch keinen ausreichenden Schutz bieten.
Eine Sicherheitsschraube mit einem weniger gängigen Antrieb erschwert eine unbefugte Demontage erheblich. Nur Personen, die über das richtige Werkzeug verfügen, können die Verbindung lösen.
Auf diese Weise lässt sich besser kontrollieren, wer Zugriff auf kritische Teile der Maschine hat.
Cinstar®: Kontrollierter Zugang mit Spezialwerkzeug
Der SecuFast Cinstar® wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen Bauteile nicht mit Standardwerkzeug demontiert werden dürfen.
Cinstar® verfügt über eine spezielle Antriebsgeometrie mit fünf Nocken und einem zentralen Stift. Ein herkömmlicher Torx-, Torx-Pin- oder Inbus-Bit passt daher nicht. Für die Montage und Demontage ist der entsprechende SecuFast Cinstar®-Bit erforderlich.
In den Benelux-Ländern ist dieses Werkzeug exklusiv über SecuFast, ein Unternehmen der Archey-Gruppe, erhältlich.
Cinstar® eignet sich unter anderem für:
• feste Abschirmungen um bewegliche Maschinenteile;
• Schaltschränke und Schalttafeln;
• Gehäuse von Sensoren und Drehgebern;
• Bedienfelder und Steuerungskomponenten;
• Serviceklappen und Wartungsklappen;
• Geräte in öffentlichen oder frei zugänglichen Umgebungen.
Die Maschinenschrauben sind meist direkt ab Lager in den Größen M3 bis einschließlich M8 lieferbar, aus rostfreiem Stahl A2 gefertigt und mit halbkugelförmigem Kopf oder Senkkopf erhältlich, verpackt zu je 100 Stück.
Teil eines mehrschichtigen Sicherheitskonzepts
Eine Sicherheitsschraube verhindert nicht jede Art von Manipulation. Auch bedeutet ihr Einsatz nicht automatisch, dass eine Maschine alle Anforderungen der Maschinenrichtlinie oder der CE-Vorschriften erfüllt.
Sie ist eine Maßnahme im Rahmen einer umfassenderen Sicherheitsstrategie.
Ein guter Ansatz kombiniert beispielsweise:
• digitale Absicherung von Software, Verbindungen und Betriebssystemen;
• Identifizierung und Schutz sicherheitskritischer Komponenten;
• physische Zugangskontrolle;
• geeignete Maschinenschutzvorrichtungen;
• gesicherte Befestigungsmittel;
• klare Zuständigkeiten für Wartung und Instandhaltung;
• Aufzeichnung und Kontrolle der durchgeführten Arbeiten.
Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt stets von der Anwendung und den Ergebnissen der Risikobewertung ab.
Bei festen Abschirmungen gilt zudem, dass diese nur mit Werkzeug geöffnet oder entfernt werden dürfen. Eine spezielle Sicherheitsschraube kann die Hürde dabei noch weiter erhöhen, da das erforderliche Werkzeug nicht allgemein erhältlich ist.
Sicherheit steckt oft im Detail
Bei der Maschinensicherheit liegt der Fokus häufig auf Steuerungssystemen, Software, Sensoren und großen mechanischen Konstruktionen. Doch der letztendliche Schutz kann von einem relativ kleinen Bauteil abhängen: der Befestigung, mit der eine Schutzvorrichtung oder ein Gehäuse an seinem Platz gehalten wird.
Wenn sich eine solche Verbindung mit Standardwerkzeugen öffnen lässt, kann es dennoch zu unerwünschtem Zugriff auf kritische Komponenten kommen.
Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Cybersicherheit ist dies daher ein guter Zeitpunkt, das gesamte Sicherheitskonzept erneut zu überprüfen. Dabei geht es nicht nur um den digitalen Zugriff auf die Maschine, sondern auch um die physische Zugänglichkeit sicherheitsrelevanter Komponenten.
Denn eine sichere Maschine ist nicht nur digital geschützt. Eine sichere Maschine ist auch mechanisch durchdacht.
Benötigen Sie Beratung zu Sicherheitsschrauben für Ihre Anwendung?
Möchten Sie verhindern, dass Maschinenschutzvorrichtungen, Schaltschränke oder kritische Komponenten einfach geöffnet werden können? Archey unterstützt Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Sicherheitsschraube und des passenden Werkzeugs für Ihre Anwendung.
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie technische Beratung oder weitere Informationen zu den SecuFast Cinstar®-Sicherheitsschrauben wünschen.
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